Singen verbindet

Für St. Christophorus ist eine Ergänzung zum Gotteslob erschienen

ZWei Jahre lang ging Kirchenmusiker Norbert Jachtmann auf Recherche und erhielt viel Feedback vom Kinderchor. (c) Andreas Bischof
ZWei Jahre lang ging Kirchenmusiker Norbert Jachtmann auf Recherche und erhielt viel Feedback vom Kinderchor.
Datum:
1. Juli 2026
Von:
Aus der Kirchenzeitung, Ausgabe 14/2026 | Chrismie Fehrmann

Die Verantwortlichen in der Pfarrei St. Christophorus haben ein Ergänzungsheft zum Gotteslob herausgegeben, das unverwechselbar und ganz auf sie selbst zugeschnitten ist.

 Für die Entstehung gab es gleich mehrere Gründe: Viele Gläubige fragten nach Liedern, die sie gerne singen, die aber nicht im Gotteslob stehen. Es gibt neue für Kinder- und Jugendgottesdienste. Und jede der fünf Gemeinden ist nun mit einem eigenen Werk darin vertreten, das ihren Patron herausstellt.

Pfarrer Frank Schürkens und Kirchenmusiker Norbert Jachtmann haben sich für das kleine Heft bereits vor der Bildung des Pastoralen Raumes stark gemacht. „Seit 2010 sind wir in Christophorus miteinander unterwegs und wachsen immer weiter zusammen. Auch im neuen Pastoralen Raum Krefeld-Meerbusch wollen wir dies fortsetzen und intensivieren“, steht im Vorwort. Musik verbinde Menschen. „Lieder sind gesungene Verkündigung und stärken Inhalt und Gemeinschaft.“

Das kleine Werk, das in einer Auflage von 2600 Stück erschienen ist, wurde zum größten Teil in die Gesangsbücher der Kirchen eingeklebt. Es ist übersichtlich in Kapitel unterteilt. „Jesus Christus“, „Kirchenjahr“, „Taizé“, „Lob, Dank, Bitte“ und Lieder aus der Pfälzer Kindermesse von Hartmut Wortmann. „Bis heute sei wohl kaum eine Messe veröffentlicht worden, die von den Kindern mit solcher Begeisterung und Freude gesungen werde“, heißt es.

Jachtmann sagt: „Ich habe vor dem Druck zwei Jahre in den Gemeinden nachgefragt ,Was wollt Ihr? Was fehlt?‘ Besonders der Kinderchor hat sich intensiv eingebracht. Die Mädchen und Jungen besitzen eine große Sensibilität für die Stücke und haben geradezu eine Qualitätskontrolle absolviert.“

Lieder der Gemeinden in St. Christophorus, die Stücke für die Heiligen der Pfarre, sind beispielsweise: „,O heiliger Christophorus, du trugst den Heiland durch den Fluss‘, dann: ,Heilige Gertrudis, Christi Magd‘. Es geht weiter mit ,Heiliger Josef hör uns flehen‘ und ,Du Herr Jesus Christus bist nicht stumm‘.“

Wenn es zu den Themen keine passenden Lieder gab, hat Jachtmann sie komponiert. Vier Werke sind es. Darunter auch ein Wunsch von Pfarrer Schürkens, der eine Priestereinleitung zum Kanon: „Herr, ich bin nicht würdig“, wollte. Dieser beginnt nun mit: „Seht und erkennt im gebrochenen Brot. Jesus Christus, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt.“

Jachtmann selbst findet die Komposition von Thomas Quast „Schenke mir, Gott, ein hörendes Herz“ sehr schön. Insgesamt seien traditionelle und moderne Lieder zusammengestellt worden.

Ein weiteres Kapitel ist dem Evensong gewidmet, der nach dem Vorbild der Kölner nun mittlerweile den Zusatztitel „Krefelder Evensong“ trägt. Jachtmann: „Wie der Name schon andeutet, dominiert bei diesem priesterlosen Abendgebet der Song, das Musikalische. Ein lebendiger Wechsel von Gemeinde- und Chorgesang, von Liedern, Psalmen und Kanons bilden den wesentlichen Teil der Verkündigung. Dies alles macht die Gottesdienstform so beliebt.“

Im Gemeindebüro erhältlich

Wer möchte, kann den Zusatz zum Gotteslob in den Gemeindebüros gegen eine Spende bekommen.