Spazieren gehen oder wandern hat viele Vorteile: Man kommt an die frische Luft, das Herz-Kreislauf-System wird aktiviert und gestärkt, der Kopf wird frei und man kann in der Natur einiges entdecken.
Deshalb wird solche Aktivität von Ärzten empfohlen. Aber es kann auch andere schöne Nebeneffekte haben. Im Fall der Bischöflichen Marienschule lässt sich einer sogar genau beziffern: 41.791,69 Euro. So viel kam beim Solidaritätsmarsch 2025 der Schülerinnen und Schüler zusammen.
Zwischen 12 und 20 Kilometer sind die 1000 Mädchen und Jungen auf den Wegen bei Mönchengladbach gelaufen. Vorab haben sich die Kinder und Jugendlichen Sponsoren gesucht, die ihnen für jeden gelaufenen Kilometer einen Geldbetrag gegeben haben. So kam es, dass so mancher seine Strecke noch um den einen oder anderen Kilometer verlängert hat.
Neben der Schülerschaft haben sich auch die Eltern und das Lehrerkollegium bei der Organisation des Solidaritätsmarsches engagiert. Sie haben die Gruppen betreut und die Streckenposten besetzt, an denen es für die Teilnehmenden Stempel als Nachweis für die gelaufenen Kilometer gab.
Was sie mit dem Geldsegen machen wollen, wissen die Kinder und Jugendlichen auch schon. Das Geld wird nicht die Klassenkassen füllen, sondern an soziale Projekte und die Partnerschule im Senegal gespendet. Seit 2002 besteht die Partnerschaft und seitdem wird die Schule von der Bischöflichen Marienschule unterstützt.
Jedes Jahr spenden die Marienschülerinnen und -schüler in den Senegal und können beobachten, wie ihr Engagement wirkt. Dort ist aus einer Klasse mit 20 Kindern eine staatlich anerkannte Schule mit rund 600 Schülerinnen und Schülern geworden. Die werden in zwölf Klassen von acht Lehrkräften in zwei Schichten unterrichtet. 90 Prozent der Kinder erreichen das Schulziel und wechseln danach in eine weiterführende Schule. Bildung ist auch im Senegal eine Chance gegen Armut.
Die Entwicklung der senegalesischen Schule hat Auswirkungen auf die regionale Strukturentwicklung dort: Viele Familien sind in die Nähe der Schule gezogen, um ihren Kindern die Bildung zu ermöglichen. Mit der Spende aus Mönchengladbach werden im Senegal die Pflege und notwendige Reparaturen für Schulgebäude und Schulgarten, Unterrichtsmaterialien und die tägliche Verpflegung der Schülerinnen und Schüler finanziert. Für bedürftige Familien wird auch das Schulgeld bezahlt. Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Solidaritätsmarsches 2026 sind also bestens.