Podcast-Kreuzweg

Das Projekt „Was wir tragen können“ in Vorst: Gespräche über das Leben, Leid und die Liebe eröffnen einen spannenden Zugang zum christlichen Glauben

Die 14 Episoden des Podcasts öffnen an den Kreuzwegstationen mit aktuellen Fragen ein Fenster in die Gegenwart. (c) Claudia Kellewald-Stieger
Die 14 Episoden des Podcasts öffnen an den Kreuzwegstationen mit aktuellen Fragen ein Fenster in die Gegenwart.
Datum:
8. Apr. 2026
Von:
Aus der Kirchenzeitung, Ausgabe 08/2026 |Kathrin Albrecht

Kreuzwege veranschaulichen den Passionsweg Jesu und laden ein, ihn zu meditieren. Der Kreuzweg jedoch, der durch die Felder nördlich um Vorst führt, bietet ab sofort mehr: An jedem der 14 Bilderstöcke entlang des Gottharduswegs öffnet sich per QR-Code ein Podcast und damit ein Fenster in die Gegenwart.

Der Kreuzweg, den seit 1764 bereits viele Pilgerinnen und Pilger gegangen sind, rückte in der Corona-Pandemie neu in den Fokus. Damals, berichtet Gemeindereferentin Regina Gorgs, suchte und entwickelte die damalige GdG Kempen/Tönisvorst gottesdienstliche Formen außerhalb der Kirchenräume. Die Kreuzwegstationen wurden zunächst mit Impulstexten versehen, dank des Heimatvereins und der Firma Greis & Moerschen Metallbau GmbH konnten diese in stabilen wasserfesten Rahmen präsentiert werden.

Es war, fährt Regina Gorgs fort, der erste Schritt zum Podcast-Kreuzweg. Den Gemeindevorstand St. Godehard bewegte folgende Frage: „Wie wäre es, wenn wir einen spannenden, auditiven Zugang zum christlichen Gedanken- und Glaubensgut eröffnen könnten – nicht in Form einer Katechese, sondern eines lebendigen Gesprächs zu Themen von heute?“ Dass die Radio-Journalistin Angela Krumpen in Vorst lebt, erwies sich als glückliche Fügung. Eins fand zum anderen.

„Was wir tragen können“ – so der Titel des Podcasts – ist der rote Faden, der sich in vierzehn Hörbeiträgen entlang des Kreuzwegs entrollt. Angela Krumpen hat sowohl Menschen aus der Region als auch Prominente jeweils zum Thema einer Station interviewt. Michael Franken von „studiotv - Dein Apfelstadtradio“ stand ihr mit der Technik zur Seite.

Mit Äbtissin Christiana Reemts von der Abtei Mariendonk spricht Angela Krumpen zum Beispiel über die Frage, ob man selbst Mutter sein muss, um Mutterliebe zu empfinden. Mit dem Jesuiten Klaus Mertes, der Anfang 2010 dafür sorgte, dass der Missbrauch von jugen Menschen in kirchlichen und nicht-kirchlichen Bildungseinrichtungen aufgedeckt wurde, sind mehrere Episoden entstanden, bei denen es um das Übernehmen von Verantwortung, vom Stürzen und Wiederaufstehen geht. Regina Gorgs beginnt die Reihe mit einem Gespräch über die Frage, wie wir mit unserer eigenen Sterblichkeit umgehen.

Wer den Weg nicht gehen kann oder den Podcast noch einmal hören möchte, findet die Beiträge auf der Plattform 
www.nrwision.de