Es sei sehr schön, die Kitas nun nicht mehr als Chef wie bisher, sondern allein in der Eigenschaft als pastoraler Seelsorger betreten zu können, sagt Frank Schürkens, Leitender Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Christophorus. „Seitdem wir unsere vier Einrichtungen an die gemeinnützige Trägergesellschaft Horizonte übertragen haben, gibt es dafür mehr Zeit.“
Es handelt sich um das Familienzentrum St. Josef in Traar und das Montessori-Kinderhaus St. Hubertus in Kliedbruch sowie die inklusive Kita Herz-Jesu und die Kita St. Gertrudis in Bockum, die nun zu Horizonte gehören. „Wir haben uns schon 2024 zu diesem Schritt entschlossen.“ Beweggründe für den Trägerwechsel seien die stetig wachsenden Anforderungen in den Bereichen frühkindlicher Bildung, Personal und Organisation gewesen. „Die personelle Situation war ein besonders wichtiger Grund für den Wechsel.“
Weiterhin sagt der Geistliche: „Das war ein guter Schritt. Es ist prima, die Einrichtungen nun in den besten professionellen Händen zu wissen, zumal die pastorale Begleitung in der Kirchengemeinde bleibt.“
Der Kita-Alltag werde sich durch den Trägerwechsel nur wenig verändern. Die Teams aus St. Christophorus mit insgesamt rund 70 Mitarbeitenden würden vom neuen Träger vollständig übernommen. Das Team in der Viersener Horizonte-Geschäftsstelle übernimmt die professionelle Begleitung der Einrichtungen.
Fachkräfte unterstützen die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit sowie bei der Entwicklung der erziehungswissenschaftlichen Prozesse. Für das Personalwesen ist ein qualifiziertes Team verantwortlich. Die Verwaltung der Finanzen, das Gebäudemanagement sowie die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen ebenfalls die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle – immer in enger Zusammenarbeit mit den Kita-Leitungen.
Die gemeinnützige Trägergesellschaft Horizonte vergrößert sich mit der Übertragung auf 42 Kitas und Familienzentren in den Regionen Krefeld und Meerbusch, Tönisvorst, Süchteln, Kempen und Grefrath sowie Brüggen und Niederkrüchten.
„Auch diesmal freue ich mich sehr auf die neuen Teams und Familien“, sagt Sylwia Digiacomo. Als sie 2019 die Geschäftsführung der Horizonte übernahm, gehörten fünfzehn Kitas aus Meerbusch, Tönisvorst, Süchteln, Kempen, Brüggen und Niederkrüchten zum Träger. Jetzt sind es alleine in Krefeld 23 Einrichtungen. „Damit die Prozesse für alle Beteiligten gut anlaufen und wir uns gemeinsam auf den Weg machen können, folgt jetzt erst einmal eine ruhigere Phase ohne weitere Übertragungen“, erklärt sie.
Die Kindertageseinrichtungen der Horizonte zeichneten sich jeweils durch ihr eigenes pädagogisches Profil aus. Die Gemeinsamkeiten, der intensive Austausch untereinander und die offene Kommunikation bildeten die Arbeitsgrundlage des Trägers, heißt es. „Entwicklungspsychologische Aspekte und das Verständnis christlicher Werte sind die Basis für die pädagogische Arbeit mit den Kindern, die durch ein offenes, ehrliches und wertschätzendes Miteinander geprägt ist.“
Horizonte ist an das Bistum Aachen angebunden und beschäftigt rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den Einrichtungen werden mehr als 2500 Kinder betreut. Für den Verband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) und das Bistum Aachen sei es ein wichtiges Ziel, die gesellschaftliche Bedeutung frühkindlicher Bildung und Entwicklung und die dazu erforderliche Ausbildung qualifizierter Fachkräfte deutlicher in den Fokus zu rücken.