Hoffnungsvoll in eine neue Zeit

Mit Jahresbeginn sind auch die pastoralen Räume zivilrechtlich vereint. An vielen Orten wird das als offizieller Start gefeiert.

Nun sind die Gemeinden in den pastoralen Räumen auch zivilrechtlich unter einem Dach vereint. (c) Garnet Manecke
Nun sind die Gemeinden in den pastoralen Räumen auch zivilrechtlich unter einem Dach vereint.
Datum:
27. Jan. 2026
Von:
Aus der Kirchenzeitung, Ausgabe 03/2026 | Garnet Manecke

Nun starten sie also durch im pastoralen Raum „Mönchengladbach Mitte-Nordost“. Als Zeichen des Neubeginns wurde in der Münsterbasilika „Richtfest“ gefeiert. Der Startschuss in die neue Zeit, in der die Gemeinden St. Vitus (Stadtmitte), St. Josef (Hermges), St. Maria Empfängnis (Lürrip) und Maria von den Aposteln (Neuwerk) auch zivilrechtlich zu einem pastoralen Raum zusammengewachsen sind.

 Beim Gottesdienst, der zum Richtfest wurde, ist die Aufbruchstimmung spürbar, wie in diesen Tagen in vielen pastoralen Räumen in den Regionen Mönchengladbach und Heinsberg.

Es hatte geruckelt, viele Gespräche fanden statt, Widerstände mussten überwunden werden, Ängste abgebaut und die Aktiven aus den Gemeinden mussten sich gegenseitig kennenlernen. Wer will mit wem? Wer kann mit wem? Das waren die Fragen, die zuerst beantwortet werden mussten. Wie sind die Vorstellungen, wie neue Wege eingeschlagen werden sollen?

Bei all diesen Entscheidungen hatten die pastoralen Räume Wegberg, Wassenberg, Erkelenz, Korschenbroich, Geilenkirchen und Übach-Palenberg aus der Region Heinsberg sowie Jüchen und Korschenbroich aus der Region Mönchengladbach einen kleinen Vorteil: Ihr Zuschnitt entsprach dem Zuschnitt der Gemeinschaften der Gemeinden (GdG). So manche Zusammenarbeit hatte sich da schon seit Jahren bewährt. Aber dennoch mussten die Verantwortlichen die Verwaltungen und die rechtlichen Rahmenbedingungen neu ordnen.

Acht pastorale Räume sind in der Region Heinsberg entstanden, zu denen auch der pastorale Raum Heinsberg (GdG Heinsberg-Waldfeucht und GdG Heinsberg-Oberbruch) sowie Gangelt-Selfkant (GdG Gangelt und GdG St. Servatius Selfkant) gehören. In der Region Mönchengladbach sind es sechs pastorale Räume geworden. Neben Korschenbroich, Jüchen und MG Mitte-Nordost sind das MG Süd-Südwest St. Matthias, MG Süd (Maria und Marta von Betanien) und MG Nord-West.

Wie in der Münsterbasilika wird auch in anderen pastoralen Räumen der Neubeginn gefeiert. Viele haben den Beginn des Jahres dafür gewählt, andere haben sich dafür ein Datum ausgesucht, das ihnen etwas bedeutet. Der pastorale Raum MG Süd-Südwest startet offiziell mit dem Patrozinium des Heiligen Matthias, das am Sonntag, 1. März, um 10.30 Uhr in St. Helena Rheindahlen gefeiert wird, in die gemeinsame Zukunft.

Die Vorbereitungen hatten mehrere Jahre gedauert und starteten mit dem Beginn des synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozesses „Heute bei Dir“ im Bistum Aachen, der von Bischof Helmut Dieser in seiner Silvesterpredigt 2017 angestoßen wurde. 

Synergien nutzen

Mit den neuen Strukturen der pastoralen Räume sollen Synergien genutzt werden, die Verwaltung mehr in die Verantwortung von nicht klerikalen Mitarbeiterinnen  und Mitarbeitern gelegt und so dem pastoralen Team mehr Raum für ihre seelsorgliche Arbeit gegeben werden.

„Unser Christentum ist nicht am Ende, es ist kein Auslaufmodell“, sagte Propst Peter Blättler beim Richtfest zu den Gläubigen. „Es kommt darauf an, Hoffnung zu lernen.“ Ein großer Teil dieser Hoffnung dürften auch die „Orte von Kirche“ sein, die in den neuen Zuschnitten eine Rolle spielen. Dabei geht es um Aktivitäten, die mitunter schon viele Jahre bestehen und die nun nochmals klar benannt werden sollen.