Geteilte heilige Orte

Buch beschreibt Erfahrungen mit ökumenischen Kirchenzentren

(c) Herder Verlag
Datum:
24. Nov. 2021
Von:
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 47/2021 | Ruth Schlotterhose

Die christlichen Kirchen sind in Zeiten der Veränderung neu herausgefordert, ihr Zueinander auch in baulichen Belangen zu bedenken.

Nicht mehr Simultannutzungen, sondern ökumenische Kirchenzentren waren in den letzten Jahren zum Teil eine Antwort darauf. Mittlerweile ist es längst an der Zeit, die Praxisgeschichte dieses Konzepts zu reflektieren und nach weiteren Perspektiven zu fragen.

Auf Basis historischer Entwicklungen und anhand konkreter Beispiele fragt dieser Band deshalb nach Chancen und Grenzen von ökumenischen Kirchenzentren aus dem gesamten deutschen Sprachgebiet heute. Dabei kommen unterschiedliche konfessionelle und lokale Prägungen von Raumerfahrung zur Sprache, die Potenziale einer gebauten Ökumene 2.0 erkennen lassen sollen. Bleiben solche Konzepte letztlich utopisch, oder sind sie doch wichtige Etappen auf dem Weg zu einem gemeinsamen christlichen Leben?

Albert Gerhards, geb. 1951, ist Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Stefan Kopp, geb. 1985, ist Professor für Liturgiewissenschaft und Sprecher des Graduiertenkollegs „Kirche-Sein in Zeiten der Veränderung“ an der Theologischen Fakultät Paderborn.

Albert Gerhards/Stefan Kopp (Hg.): Von der Simultankirche zum ökumenischen Kirchenzentrum. Sakralbauten im Spannungsfeld christlicher Konfessionen, Kirche in Zeiten der Veränderung Bd. 10, 336 S., kartoniert, Herder-Verlag, Freiburg i. Br. 2021, Preis: 32,– Euro