„Natur Natur sein lassen“ – vor 22 Jahren fiel unter diesem Motto in einer stark von der Forstwirtschaft geprägten Region der Startschuss für den ersten Nationalpark im Westen Deutschlands.
Der Nationalpark Eifel war das erste Großschutzgebiet dieser Art in Nordrhein-Westfalen, auf 11.000 Hektar entwickelt sich dort die Wildnis von morgen. Bis heute wurden mehr als 11.400 Tier- und Pflanzenarten im Nationalpark Eifel nachgewiesen, über 2.600 davon mit einem aktuellen Rote Liste Status, sind also in ihrem Bestand gefährdet.
Ökologisches Herzstück ist der Kermeter mit seinen zum Teil über 180 Jahre alten Buchen. Soweit es der Schutzzweck erlaubt, dient der Nationalpark aber auch der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung, der naturkundlichen Bildung und dem Naturerleben für Besucher. Und zweifelsfrei ist der Nationalpark Eifel ein überregional beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel: Mehr als 1,4 Millionen Besucherinnen und Besucher wurden zuletzt im Nationalpark gezählt, Tendenz steigend. 2007, drei Jahre nach dem Start, waren es 450.000.
Das ganze Jahr über sind Wander- und Fahrradwege geöffnet, um die zugänglichen Teile des Nationalparks auf eigene Faust erkunden zu können, es gibt mehr als 600 Ranger-Touren für Besucherinnen und Besucher und eigene (Bildungs-)Angebote für Kinder, Jugendliche und Schulklassen. Highlights im Frühling sind die Narzissenwanderungen unter dem Motto „Frühling im Fuhrtsbachtal“ ab Wanderparkplatz Zum Brüchelchen, Alzerplatzweg 20, Monschau, die ab 28. März starten. Ab dem 31. März starten dreistündige Touren für Familien mit einer Nationalpark-Waldführerin ab Höfen. Diese und weitere Angebote können online gebucht werden .
Auf der Homepage des Nationalparks (www.nationalpark-eifel.de) gibt es neben vielen Informationen rund um den Schutz von Fauna und Flora auch Ausflugstipps, Karten und einen Veranstaltungskalender mit Buchungsoption.