Ein starkes Zeichen gesetzt

Hoher Zuspruch bei der Folgeaktion zu „Maria 2.0“ rund um den Aachener Dom

In Aachen rief die KFD zu einer Menschenkette für eine geschlechtergerechte Kirche auf. (c) Andrea Thomas
In Aachen rief die KFD zu einer Menschenkette für eine geschlechtergerechte Kirche auf.
10. Jul 2019
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 28/2019 | Andrea Thomas

„Auf dich vertrau ich und fürcht’ mich nicht“: Singend und sich an den Händen haltend „umarmten“ am Montag gut 350 Frauen und Männer symbolisch den Aachener Dom. Ihr Anliegen: eine geschlechtergerechte Kirche.

In nur zwei Wochen hatte der Diözesanverband der KFD die Menschenkette rund um die prominenteste Marienkirche des Bistums organisiert, mit der er an die Aktionen zu „Maria 2.0“ anknüpfen wollte. Unterstützt von den Diözesanverbänden der KJG und des BDKJ sowie dem Diözesanrat der Katholiken, wollte die KFD damit ein starkes Zeichen setzen. Vieles muss sich aus ihrer Sicht ändern, will Kirche noch eine Zukunft haben. Vor allem, so auch der Bundesverband der KFD in seinem neuen Positionspapier, müsse die volle Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an allen Diensten und Ämtern umgesetzt werden.

"Wirklicher Reformwille bleibt für uns da bisher aus“, kritisierte die Diözesanvorsitzende der KFD, Marie-Theres Jung zum Auftakt. Viel Beifall erhielt Annette Jantzen, geistliche Diözesanleitung des BDKJ, die Fragen in den Raum stellte, unter anderem: Darf Kirche so vielen Berufungen im Weg stehen? Gott grenzt niemand aus seinem Volk aus, warum wir? Was wäre anders, wenn die Kirche geschlechtergerecht wäre? Vom Bischofshaus machten sich die Teilnehmer in zwei Richtungen auf den Weg. 333 Menschen hätte es laut Berechnungen der Organisatorinnen gebraucht, um die die Kette zu schließen. Was locker gelang und ein „Gänsehautmoment“ für viele war.

Die Aktion rund um den Dom

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