Auf den Spuren des Apfelheiligen

Neuer Hermann-Josef-Wanderweg rund ums Kloster Steinfeld. Einladung zum Pilgern.

Von 1170 bis 1250 lebte und wirkte der heilige Hermann Josef in Steinfeld, sein Grab findet sich in der Basilika. (c) Stephan Johnen
Von 1170 bis 1250 lebte und wirkte der heilige Hermann Josef in Steinfeld, sein Grab findet sich in der Basilika.
Datum:
30. Apr. 2024
Von:
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 18/2024 | Stephan Johnen

Das Kloster Steinfeld ist seit über 900 Jahren ein geistliches Zentrum in der Eifel. Beinahe ebenso lang ziehen die Reliquien des heiligen Hermann Josef Menschen in die Basilika Steinfeld. Als Chorherr und Priester lebte er von 1170 bis 1250 in Steinfeld. Schon seine Mitmenschen spürten seine besondere Nähe zu Gott, sein inniges Verhältnis zu Maria, seine Menschenfreundlichkeit.   

Der Wanderweg ist rund elf Kilometer lang, es geht 190 Höhenmeter hinauf und hinab. (c) Stiftung Kloster Steinfeld
Der Wanderweg ist rund elf Kilometer lang, es geht 190 Höhenmeter hinauf und hinab.

Bis heute bitten ihn Gläubige um Fürsprache, suchen Trost und Orientierung an seinem Grab. Immer am Wochenende nach Christi Himmelfahrt wird in Steinfeld das Hermann-Josef-Fest gefeiert (Seite 9). In diesem Jahr sind Pilger und Besucher dazu eingeladen, auf den Spuren des Apfelheiligen den neuen Hermann-Josef-Wanderweg auszuprobieren, der am 12. Mai eröffnet wird. 
„Als die Eifelschleifen ins Leben gerufen worden sind, hat an das Kloster niemand gedacht. Wir haben diesen Wanderweg ins Leben gerufen, um an das Leben und Wirken dieses Orts- und Eifelheiligen zu erinnern“, erklärt Martin Reinicke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Steinfeld.
Tafeln entlang der rund elf Kilometer langen Rundstrecke informieren über die Lebensstationen des Heiligen, dessen Marienverehrung der Ursprung für den Pilgerort Steinfeld ist.
„Aber nicht nur das Kloster selbst mit seiner besonderen Atmosphäre, sondern auch die umgebende Landschaft beeindrucken mit Weite und Vielfalt“, sagt Martin Reinicke. Auf diesem Weg rund um das Kloster, auf dem vermutlich auch Hermann Josef unterwegs war, sollen Pilger und Gäste fortan die wunderbar ursprüngliche Landschaft der Nordeifel genießen können. 

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Die Idee, mit dem Hermann-Josef-Weg einen Rundweg ums Kloster zu kreieren, entstand auch vor dem Hintergrund, das Wissen um den Heiligen für kommende Generationen zu bewahren. „Wir haben uns gefragt, wo außer in seinem Sarkophag Hermann Josef noch erlebbar ist“, sagt Martin Reinicke.
Die Informationen auf den Tafeln vermitteln die verschiedenen Lebensstationen des Heiligen zwischen Leben, Klosterleben im Stift, Tod, Verehrung sowie Selig- und Heiligsprechung.
Auch die Frage, was es mit dem Apfel auf sich hat, wird beantwortet. Nach und nach sollen entlang der Strecke Apfelbäume gepflanzt werden. Der Weg ermöglicht zum einen Naturerlebnis, soll aber auch spirituell stärker in die Angebote des Klosters eingebunden werden.
„Das wird kein Kurzfristprojekt sein, wir haben noch viele Ideen“, versichert der Vorstandsvorsitzende. 

Während des Hermann-Josef-Festes gibt es eine Prozession rund um die Basilika. (c) Stephan Johnen
Während des Hermann-Josef-Festes gibt es eine Prozession rund um die Basilika.

„Immer wieder erleben wir in Steinfeld, dass Hermann Josef auch heute Menschen ‚gut tut‘, sie im Glauben stärkt und miteinander verbindet“, fügt Regionalvikar Pater Wieslaw Kaczor SDS, Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden Steinfeld, hinzu. 
Die Gemeinschaft der Gemeinden Steinfeld und die Stiftung haben die Ankündigung des Hermann-Josef-Festes mit einer Einladung aller Bruderschaften und Wallfahrtsverantwortlichen der Region Düren/Köln/Nordeifel verbunden, an einem begleiteten Pilgerweg teilzunehmen.
Startpunkt ist am Sonntag, 12. Mai, um 8 Uhr die Kirche St. Johann Baptist in Olef.
Gegen 10.30 Uhr wird in der Kapelle in Kall-Golbach eine kleine Pause mit kurzem Impuls eingelegt.
In Steinfeld angekommen, werden die Pilgerinnen und Pilger in der Andacht um 14 Uhr begrüßt und erhalten eine Hermann-Josef-Pilgermedaille zur Erinnerung sowie einen Bon für eine kostenlose Erbsensuppe zur Stärkung.
Gegen einen kleinen Kostenbeitrag in Höhe von drei Euro besteht die Möglichkeit des Rücktransports nach Golbach und Olef ab 16 Uhr.
Anmeldungen für den geführten Pilgerweg sind noch bis zum 8. Mai per E-Mail an:
alice.toporowsky@bistum-aachen.de oder telefonisch unter 01575/5286782 möglich.