Wie es einstmals war

Eifel-Bildband mit dem Nachlass Heinrich Pieroths

(c) Emons Verlag
Di 5. Mai 2020
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 19/2020 |Ruth Schlotterhose

100 Jahre, nachdem der Fotograf Heinrich Pieroth (1893 bis 1964) in der Eifelstadt Mayen ein Atelier eröffnete, liegt nun erstmals ein Bildband zu seinem Werk vor.

Redakteurin Katja Hoffmann hat den Nachlass Pieroths für das Rheinische Bildarchiv gesichtet und die wichtigsten Motivgruppen für den Band zusammengestellt. In fundierten Textbeiträgen beleuchtet sie den Werdegang des Fotografen, die Entwicklung der Region und die Porträtfotografie im Wandel der Zeit.  Das Buch präsentiert einen großen Querschnitt durch die bislang unveröffentlichte, vorwiegend aus Glasplatten-Negativen bestehende Sammlung, in der Heinrich Pieroths leidenschaftliche wie auch ausdauernde Beobachtung seiner Heimatregion sichtbar wird. Er fing die Schönheiten der Landschaften ebenso wie die ausdrucksstarken Gesichter der Menschen gekonnt ein. Ob Pieroth sie in ihrem Alltag beobachtete oder in seinem Studio porträtierte – die Verbundenheit mit Land und Leuten ist stets spürbar. Mit den lebendigen Bildern entfaltet sich ein einmaliges Panorama des dörflichen Lebens einer Region über drei Jahrzehnte. Dass das umfangreiche Plattenarchiv überhaupt vor den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bewahrt wurde, ist Fridolin Hörter zu verdanken. Er schaffte die Platten seines Freundes Heinrich in die Mayener Genovevaburg. Das Buch zieht den Betrachter in seinen Bann – das ist garantiert!

Heinrich Pieroth/Katja Hoffmann: In der Eifel. Fotografien von  Heinrich Pieroth aus den  1920er bis 1950er Jahren,  320 S., zahlreiche Abb.,  Emons-Verlag, Köln 2020,  Preis: 39,95 Euro