Trotzdem bleiben

Frauen beschreiben ihr Verhältnis zur Kirche

Cover Frauen machen Kirche (c) Patmos Verlag
Di 25. Feb 2020
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 09/ 2020 |Kathrin Albrecht

Frauen und Kirche – zu kaum einer anderen Zeit ist das Thema so spannungsgeladen wie derzeit. Bewegungen wie Maria 2.0 bringen den Frust und den Zorn vieler Frauen, die sich in ihren Gemeinden oder in ihrem Dienst engagieren, an die Öffentlichkeit.

Auch das vorliegende Buch ist aus einer ähnlichen Gefühlslage entstanden. Eine Gruppe von katholischen Frauen und Theologinnen um die österreichische Theologin Regina Augustin eröffnete von Ostermontag bis Pfingstsonntag 2019 das Blog „Bleiben. Erheben. Wandeln“.  Die gesammelten Einträge von Frauen, die mit ihrer Kirche hadern, zornig sind und frustriert mit ihrer und mit der aktuellen Situation der Kirche, führten schließlich zum Buch „Frauen machen Kirche“. 80 Frauen, im Kirchendienst angestellte, Professorinnen und ehrenamtlich engagierte Frauen schildern, warum sie zornig auf ihre Kirche sind, aber auch, warum sie der Kirche nach wie vor die Treue halten und warum ihnen die Kirche – bei aller kritischen Auseinandersetzung – nach wie vor am Herzen liegt. Beeindruckende Glaubenszeugnisse sind dabei entstanden, niedergeschrieben in Geschichten, in Versen oder auch nur in Gedankensammlungen. Ein Buch, das den Nerv der Zeit genau trifft und Mut macht. 

Initiative „Bleiben. Erheben.  Wandeln“ (Hrsg.): Frauen machen Kirche. 254 S., Patmos Verlag 2020, Preis: 19,– Euro