Praise the Lord

Spirituals und Gospels für gemischten Chor

Gospel und Spiritual für gemischten Chor (c) Carus-Verlag
Mo 15. Apr 2019
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 16/2019 | Kathrin Albrecht
Spirituals und Gospels aus der afro-amerikanischen Tradition begeistern auch hierzulande ein großes Publikum.

Die Spirituals, benannt nach Epheser 5,9, wo die Gläubigen ermuntert werden, „spiritual songs“ zu singen, entstanden im 17. Jahrhundert in den Sklavengemeinschaften. Gospels entwickelten sich später. Mit dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs wanderten viele Menschen aus den Südstaaten in den Norden. Jazz und Blues erfreuten sich dort großer Beliebtheit, diese Musikstile bildeten auch die Grundlage für den Gospel. Auch Chöre entdeckten diese Musik für sich. Auf der CD „Hallelujah“ findet sich eine Zusammenstellung von Spirituals und Gospels für gemischten Chor. Bekannte, wie „Nobody knows the trouble I’ve seen“, „Come by here (Kumbaya)“ oder „Go down, Moses“, sind dabei ebenso vertreten wie unbekanntere Stücke. Es mag im ersten Moment ungewöhnlich sein, die Stücke, mitreißend durch ihre Dynamik, Kraft und Rhythmik, durch einen Chor interpretiert zu hören, doch auch diese Arrangements spiegeln sehr gut wider, was für Spirituals und Gospels charakteristisch ist. Das gelingt auch bei den rhythmischeren Stücken sehr gut. Eine gelungene Zusammenstellung, die auch gut in die österliche Zeit passt. Eingesungen hat die Stücke der Europäische Kammerchor unter der Leitung von Michael Reif in der evangelischen Kirche Köln-Rondorf. 

Michael Reif/Europäischer Kammerchor: Hallelujah. Gospels und Spirituals für gemischten Chor, 44 Min., Carus-Verlag 2019, Preis: 14,90 Euro