Ende des Kirchenstaats

Ulrich Nersinger zeichnet die Kampfhandlungen nach

Es lebe der Papst-König (c) Bernardus-Verlag
Di 7. Jan 2020
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 02/2020 | Ruth Schlotterhose

1870 fand eines der ältesten Staatswesen auf europäischem Boden sein Ende.

„Roma o Morte!“, „Entweder Rom oder den Tod!“, lautete der Schlachtruf des italienischen Freischärlers Giuseppe Garibaldi während des Kampfes um den Kirchenstaat im letzten Jahrzehnt seines Bestehens von 1860 bis 1870. Trotz seiner (kirchen-)historischen Tragweite findet dieser Teil der italienischen Unabhängigkeitskriege nur wenig fachliche Aufarbeitung.  Vatikanexperte und Kirchenhistoriker Ulrich Nersinger analysiert die Kampfhandlungen und die politischen Verflechtungen dieser bewegten Epoche. Im Fokus stehen dabei die Schlachten von Castelfidardo und Ancona sowie der Kampf um die Ewige Stadt. Die päpstlichen Zuaven, ein eigens aufgestelltes Infanterie-Regiment aus international rekrutierten Freiwilligen, dienten Papst Pius IX. bei seinem Kampf gegen die italienische Revolution. Ulrich Nersinger lässt über weite Strecken Augenzeugen zu Wort kommen. Die liefern zwar keine neutrale Berichterstattung, aber führen den  Leser hautnah an die dramatischen Ereignisse dieses Jahrzehnts heran, die bis in unsere Tage hinein wirken.

Ulrich Nersinger:  „Es lebe der Papst-König!“. Der  militärische Kampf um  den Kirchenstaat (1860–1870),  272 S., 38 s/w-Abb.,  Bernardus-Verlag, Aachen 2019, Preis: 18,– Euro