Der „Wanderprediger“

Thomas Alber porträtiert Pater Johannes Leppich

Pater Johannes Leppich (c) Fe-Medienverlag
Di 17. Sep 2019
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 38/2019 | Ruth Schlotterhose

Seit über 55 Jahren findet während der Sommermonate für Ausflü̈gler und Erholungssuchende eine Eucharistiefeier in Schwammenauel statt.

 Im Jahre 1963 hatte sich die von Pater Leppich SJ ins Leben gerufene ökumenische Basisgemeinde „action 365“ dafür eingesetzt, dass auf Campingplätzen und in Touristenausflugsorten zusätzliche Gottesdienste angeboten wurden. Vorwiegend in den 50er und 60er Jahren brachte Pater Johannes Leppich auf sehr ungewöhnliche Weise das Evangelium zu den Menschen. Seiner Zeit weit voraus war er mit der Mitbegründung der Telefonseelsorge und der Gründung der „action 365“ – noch vor Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils brachte Pater Leppich Christen dazu, Verantwortung in der Kirche zu übernehmen. Thomas Alber zeichnet in der Biografie Pater Leppichs den Lebensweg des Jesuiten nach. Im Zuge seiner Recherchen gewann der Autor Zugang zu wertvollen Archiven; viele Abbildungen blieben bisher unveröffentlicht. Auch zahlreihe Zeitzeugen lässt Alber zu Worten kommen. Bei allem Respekt für das enorme Lebenswerk Pater Leppichs, der aus den Zeilen des Buches spricht, verschweigt Thomas Alber nicht die Spaltung der „action 365“ und lässt auch Kritik und Widerspruch gegenüber Pater Leppich nicht unerwähnt.

Thomas Alber: Pater Johannes Leppich. Das Maschinengewehr Gottes, 176 S., 76 s/w-Abb., Fe-Medienverlag, Kisslegg 2019, Preis: 9,95 Euro