Archiv der Bilder

Marcell Feldberg fasst seine Gedanken in Verse

Archiv der Bilder (c) Radius-Verlag
Di 19. Nov 2019
Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 47/2019 | Ruth Schlotterhose

Nach „Spiegelungen“ (2013) und „Im Widerschein der Wirklichkeit“ (2016) legt Marcell Feldberg nun den dritten Band aus seinem „Archiv der Bilder“ vor.

Bilder aller Art, vor allem aber zeitgenössische Kunst und Filme, und unterschiedlicher Erscheinungsformen: Gemälde, Zeitungsfotos sind Anlass und Ursprung der Gedichte in diesen Büchern.  Die Gedanken und Emotionen Marcell Feldbergs nehmen in seinen Versen Gestalt an. Dass der Dichter sehr persönliche Empfinden in Worte fasst, erschwert gelegentlich den Zugang zu seinen Texten. Dann kann man es wie der britische Schriftsteller Samuel Butler (1835–1902) halten: „Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen, den wir hinter den Worten fühlen.“ Der kürzlich verstorbene Filmregisseur Jonas Merkas war begeistert von Feldbergs Gedichten: „Ihre Lyrik feiert die Welt um uns herum, deshalb mag ich sie!“, schrieb er.  Eine andere Möglichkeit ist es, sich – zum Beispiel per Computer – selbst die Bilder anzuschauen, von denen Feldberg spricht, und dessen Worte beim Betrachten des konkreten Werkes auf sich wirken zu lassen. Hauptberuflich ist Marcell Feldberg Kantor an St. Hubertus Schiefbahn. Begegnet sind ihm die thematisierten Bilder meist zufällig. Aktuell arbeitet er an einer Fortsetzung der Reihe. 

Marcell Feldberg:  Korrespondenz und Kalender.  Archiv der Bilder CCXXIX–CCLXXV, 136 S., Radius-Verlag,  Stuttgart 2019, Preis: 15,– Euro.